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21. März 2019

Gutes Bürolicht

Gutes Bürolicht

Bürolicht Basics

Gutes Bürolicht entsteht aus den Kombinationen der einzelnen Designelemente wie Aussehen, Preisleistung, Energieverbrauch und Funktionalität. Dabei spielt auch die Art des Lichts eine große Rolle, denn die Farbe und das Flackern (Frequenz) eines jeden Lichts tragen zur Wachsamkeit bei. Da diese Aspekte immer wichtiger werden, liegt die Herausforderung heutzutage darin, alle genannten Punkte zu einem idealen und gut handhabbaren Bürolicht zusammenzuführen.

Beleuchtung und Produktivität

Das uns umgebende Licht, wirkt sich direkt auf unsere Produktivität aus. Meistens jedoch nehmen wir es nicht als entscheidenden Faktor wahr, da Licht omnipräsent ist. Licht fällt uns meist nur auf, wenn es negativ in Erscheinung tritt, wie zum Beispiel, wenn es unangenehm flackert oder fehlt. Je nach Situation sind auch verschiedene Lichter zu empfehlen. Dämmriges Licht zum Beispiel erhöht die Sichtbarkeit von Bildschirmen, es trägt aber tagsüber zur Schläfrigkeit bei. Deswegen ist es auch wichtig zu beachten, dass das richtige Licht zur richtigen Tageszeit konsumiert wird, denn ein konstanter Tag-Nacht-Rhythmus trägt zur Steigerung der Produktivität bei.

So und jetzt das Ganze jetzt nochmal in kompliziert:

Was macht gutes Bürolicht-Design aus?

Gutes Bürolicht entsteht aus der Ausgewogenheit mehrerer Designziele - Ästhetik, Kosten, Energiekennzahlen, Zuverlässigkeit und einfache Kontrolle - sowie die Steuerung von begleitenden Aspekten wie Flackern, Farbwiedergabe, zirkadiane Regulierung und Wachsamkeit. Diese Nebenaspekte gewinnen immer mehr an Bedeutung und der Umgang mit ihnen erfordert ein ausgefeiltes Verständnis von visuellen und nicht-visuellen Wirkungen von Licht - somit eine hohe Designqualität. Die Herausforderung für Designer heute besteht darin, zu wissen, was wirklich wichtig ist, im Gegensatz zu dem, was ein Hype und unwichtig ist.

Die richtige Bürobeleuchtung steigert die Produktivität

Eingeschaltete Beleuchtung wirkt sich direkt auf die Produktivität aus. Meistens beeinflusst die Beleuchtung die Produktivität jedoch indirekt. Dunkle Raumbeleuchtung kann die Sichtbarkeit von Flachbildschirmen verbessern und trägt so zur Produktivität bei. Dämmriges Licht während des Tages erzeugt aber auch Schläfrigkeit und schadet der Produktivität. Generell müssen wir verstehen, dass die nicht-visuellen Effekte von Beleuchtung, die Synchronisation der inneren Uhr und Wachsamkeit indirekt die Fähigkeit einer Person beeinflussen, zuverlässig zu arbeiten. Ganz einfach: Wir alle brauchen tagsüber helles Licht und nachts dämmriges Licht, um die nicht-visuellen Reaktionen zu unterstützen, was wiederum unsere Produktivität beeinflusst. Natürlich sollte dies ohne Blendung oder Beeinträchtigung der Sicht erfolgen.

Blaues Licht wirft negative Schatten

Dem weit verbreiten Glauben zuwider ist kurzwelliges (auch blaues) Licht sehr wichtig für unsere visuelle und nicht-visuelle Reaktion auf die Umgebung. Farbsehen, Helligkeitswahrnehmung und zirkadiane Regulierung hängen alle von kurzwelligem Licht ab. Aber unsere Beleuchtungsstandards und -empfehlungen benachteiligen systematisch Beleuchtungssysteme, die kurze Wellenlängen bieten. Die photopische Lichtausbeutefunktion [V(λ)], die allen Beleuchtungsempfehlungen und Lichtausbeute-Standards zugrunde liegt, basiert auf nur zwei der drei Zapfen-Lichtrezeptoren - der dritte, kurzwellige, empfindliche Zapfen wird völlig ignoriert. Auch hier hängt fast alles, was wir mit „guter“ Beleuchtung erreichen wollen, von der Bereitstellung eines kompletten Lichtspektrums ab.

Der zirkadiane Rhythmus als wichtige Konstante

Der zirkadiane Rhythmus ist die Fähigkeit eines Organismus, physiologische Vorgänge auf eine Periodenlänge von etwa 24 Stunden zu synchronisieren. Der wichtigste zirkadiane Rhythmus ist der Schlaf-Wach-Rhytmus. Störungen des zirkadianen Rhythmus können zu akuten und chronischen Erkrankungen führen. Der zirkadiane Schlaf-Wach-Rhytmus hängt von der hellen Lichteinwirkung am Tag und dem dämmrigen Licht oder der Dunkelheit bei Nacht ab, d.h. von einem robusten 24-Stunden-Zyklus von Licht und Dunkelheit. Elektrische Beleuchtung und selbstleuchtende Displays in Büros und Wohnungen verflachen die Amplitude dieses natürlichen, robusten Hell-Dunkel-Zyklus, was die zirkadiane Synchronisation erschwert. Der beste Ratschlag ist, tagsüber jeden Tag nach draußen zu gehen und Bildschirme weit vor dem Schlafengehen auszuschalten. So sorgen Sie für einen gesunden und natürlichen Rhythmus und tragen somit langfristig zu Ihrer Gesundheit bei.

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