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27. August 2012

Kleine Enzyklopädie des Stuhls

Kleine Enzyklopädie des Stuhls

Das verbreitetste Sitzmöbel der Antike war jedoch der drei- bzw. vierbeinige Hocker. Aus ihm hat sich, um eine Rückenlehne ergänzt, der heutige Stuhl entwickelt. Typische Materialien waren Holz oder Bronze. Die ersten Stühle gehörten den Herrschenden, später setzte sich der Stuhl auch in der Kirche durch, bis er nach Jahrhunderten (ca. 16. Jahrhundert) im Bürgertum zunächst den Hausherren und -damen vorbehalten war (die Sitzalternativen waren Hocker und Bänke). Ab dieser Zeit wurden die Stuhlmodelle deutlich verzierter und nun auch bequemer, da sie um Polster ergänzt wurden (die ersten Polsterstühle).

Mitte des 19. Jahrhunderts war der Bedarf an flexiblen Sitzmöbeln so groß, dass erste Stühle industriell gefertigt wurden. Holz und Eisen (Gartenmöbel) waren die bevorzugten Materialien. Durch die zunehmende Nutzung von Veranstaltungsräumen (oder auch Gastwirtschaften) für unterschiedlich viele Menschen, entstand der Bedarf an flexiblen Stühlen, die kompakt zu verstauen waren. Der Stapelstuhl wurde populär.

Heute finden Sie eine Vielzahl von unterschiedlichen Sitzmöbeln: Hocker, Freischwinger, Stapelstühle, Klappstühle, Polsterstühle, Drehstühle für das Büro oder den Betrieb und Loungesessel für den Wartebereich.

Der klassische Stapelstuhl besteht aus einem Untergestell zumeist Holz, Aluminium oder Stahl und einer ein- bis zweiteiligen Sitzschale (Sitz und Rücken), die ergonomisch geformt sein sollte. Die sogenannte Knierolle (die Abrundung der Sitzschale an der vorderen Seite) ist wichtig für die Durchblutung der Beine. Drückt die vordere Sitzkante in die Oberschenkel, kommt es früher zu Ermüdungserscheinungen bzw. den sogenannten "eingeschlafenen Beinen". Die Sitzschale kann die unterschiedlichsten Formen haben, mit oder ohne Griffloch für einen besseren Transport, abgerundet oder eckig. Die Taillierung der Sitzschale ist für den Sitzkomfort wichtig; je stärker die Taillierung, desto stärker wippt die Rückenlehne (desto bequemer). Unsere Sitzschalen sind aus Buchenschichtholz, zweimal lasiert mit einem Zwischenschliff (schafft das angenehme Holzgefühl - atmungsaktiv). Achten Sie in jedem Fall auf einen soliden Stand des Stuhls. Er darf nicht wackeln oder kippeln. Wir liefern für jedes unserer Stuhlmodelle Fußstopfen auch mit Filz für empfindliche Böden (Parkett) nach. Für unregelmäßig beheizte Räume empfehlen wir Polsterstühle, da Sitzschalen aus Holz, Kunststoff oder Metall ohne eine Polsterung oft als zu kalt empfunden werden.

Einige Stapelstuhlmodelle liefern wir auch mit Armlehnen. In der Regel sind diese Modelle dann allerdings nur bedingt stapelbar (2-4 Stück), schauen Sie hier bitte in den Text: Spezifikationen. Einer der Vorteile der Stühle mit Armlehnen ist der bessere Sitzkomfort. Durch das Ablegen der Arme auf den Armlehnen sitzt der Nutzer entspannter (der Brustkorb hat mehr Platz, die Atmung ist erleichtert und so die Konzentration möglicherweise verbessert). Andere Stuhlmodelle haben eine Sitz- und Rückenpolsterung. Diese Polsterstühle bieten wir als Besucherstühle oder auch als Besprechungsstühle an (zum Beispiel als Freischwinger - ideal für lange Konferenzen oder Schulungen). Die Polster liefern wir in vielen Farben in zwei Stoffqualitäten: mit 30.000 Scheuertouren und 100.000 Scheuertouren (dann auch nach B1 feuersicher). Sollten Sie Bedarf an Stühlen mit wasserabweisenden Stoffen oder Kunstleder haben, rufen Sie uns einfach an, wir werden Ihnen weiterhelfen oder ein Angebot schicken. Fast alle Stapelstühle oder Polsterstühle liefern wir auch mit Reihenverbinder, zum Teil fest verschweißt oder zum Nachrüsten für die Untergestelle.

Neu im Programm sind auch die Stapelstühle mit Kunststoffschalen. Die Kombination eines Stahlrohr-Untergestells mit einer Kunststoff-Sitzschale sorgt bei diesen Stuhlmodellen für die notwendige Stabilität und durch die flexible Rückenlehne für einen hohen Sitzkomfort. Wir bieten den Stapelstuhl mit Kunststoffschale auch mit Armlehnen oder als Barhocker an. Die Kunststoffschalen sind durchgefärbt und daher mögliche Kratzer unauffälliger. Im Stuhlzubehör finden Sie neben ansteckbaren Armlehnen und Schreibbrettern auch eine universell einsetzbare Stuhlkarre. Sie hat extra verbreiterte Radschutzbleche sowie verstell- und klappbare Tragbügel, sodass fast jedes Stapelstuhlmodell (gestapelt) transportiert werden kann. Auch für den Klappstuhl haben wir im Stuhlzubehör einen Stuhltrolly, mit dem bis zu 10 Klappstühle transportiert oder gelagert werden können.

Für den Wartebereich bieten wir einen schicken und bequemen Loungesessel in vielen modernen Farben. Er hat ein klassisches Design und ein drehbares Fußkreuz aus verchromten Stahl (mit Bodenschonern aus Kunststoff). Für Büros finden Sie derzeit drei Drehstuhlmodelle in unserem Möbelprogramm. Alle drei Bürodrehstühle sind für eine Nutzungsdauer von 8 Stunden täglich geeignet. Wahlweise liefern wir jeden Drehstuhl mit Rollen für harte oder weiche Böden (Standard: Rollen für weiche Böden). Mehr Informationen zur Wahl des richtigen Bürodrehstuhls oder Empfehlungen zur Ergonomie von Drehstühlen finden Sie in unserem Blogbeitrag: Tipps zur Ergonomie von Bürodrehstühlen.

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Nicolas Schultz

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