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Umwelt

05. Juni 2019

Das Speditionsproblem

Das Speditionsproblem

Unsere Speditionen haben ein Problem

Die Statistik des Kraftfahrt-Bundesamts von 2017 macht deutlich, dass die Speditionen noch reichlich Luft nach oben haben, was die Effizient angeht. Es ist deutlich aus den Zahlen zu lesen, dass 37 % aller Fahrten ohne Fracht erfolgen. Auf die gesamt zurückgelegten Kilometer relativiert sich diese Zahle etwas, aber 22% der zurückgelegten Strecke sind Leerfahrten ohne Ware.

Das Hauptproblem hierbei ist, dass Waren in der Regel zu Lager- oder Umschlagspunkten geliefert werden, an denen es keine Möglichkeit gibt, den LKW mit einer Rückbefrachtung zu versehen. Infolgedessen wird der Empfänger der Hinfracht nur selten auch zum Absender der Rückfracht, der LKW muss erst eine bestimmte Strecke leer fahren, um erneut Fracht laden zu können. Das kostet Zeit, Sprit und schadet der Umwelt. Durch den gestiegenen Kundendruck, zeitgerechter Lieferungen, wird sich das Problem künftig noch weiter verschärfen. Liefertreue steht Faktoren wie Pünktlichkeit, Umweltschutz und Leerkostenvermeidung gegenüber.

Netzwerken als Lösungsansatz

Den meisten wird bewusst sein, dass man Probleme in der Gruppe oft besser lösen kann, als alleine. So auch hier. Je mehr und je größer die Zusammenschlüsse unter den Spediteuren sind, desto effizienter lässt sich arbeiten. Wenn ein Brancheninternets Netzwerk dafür sorgt, dass Leerfahrten so weit wie möglich verhindert werden, dann ist jedem geholfen. Die Aufgabe liegt ganz klar bei den Spediteuren, künftig schonender mit ihren Ressourcen umzugehen.

Wie sieht die Zukunft aus?

Einige Experten gehen davon aus, dass das Problem in den nächsten Jahren nur noch größer werden wird. Das liegt daran, dass das Auftragsvolumen in den letzten Jahren stark angewachsen ist und auch erst mal kein Ende des Wachstums in Sicht ist. Sollte dies der Fall sein, so wird der Verbraucher/Kunde in Zukunft mit längeren Lieferzeiten und höheren Kosten rechnen müssen. Unter den Spediteuren herrscht ein enormer Konkurrenzkampf, der dafür sorgt, dass die Spediteure, die Fahrer, und auch die Kunden leiden. Wir sollten ein wachsames Auge auf dieser Situation haben und uns bewusst sein, dass wir einem Transportinfarkt entgegen schippern.

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Urs

Urs Butirony

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